Geschichte

1933
Der Lehrer Klemens Dorn legte erste Richtlinien für ein Bezirksmuseum vor.

1934
Die Bezirksbewohner wurden aufgerufen, alles Interessante über die Geschichte ihres Bezirkes, zu spenden. Die Gegenstände wurden vorläufig im Amtshaus untergebracht.

1935
Die Verhandlungen zur Museumsgründung zogen sich Jahre hin, bis endlich in der Keplerschule zwei Räume für museale Zwecke eingerichtet wurden.

1936
28. Oktober – die eigentliche Geburtsstunde des „Favoritner Heimatmuseums“.

1937
Zahlreiche Sitzungen des Vereins waren notwendig – Bildende Kunst, Industriebetriebe, Botanik, alte Fotografien, Alltagskultur, Sportvereine, Geologie, Paläontologie usw. sollen berücksichtigt werden.

1938
Im Juli verfügt die NSDAP – Kreisleitung die Räumung der Ausstellungsräume

1939
Im Februar wurde über die Schaffung von Kreismuseen diskutiert. Durch den Ausbruch des zweiten Weltkriegs am 1. September, mussten die musealen Arbeiten in den Hintergrund treten.

1940
Bei einer Altmaterialsammlung konnten einige Objekte für das Museum gerettet werden

1941
Durch eine behördliche Verfügung mussten 1580 Restexemplare von Dorns Heimatbuch „Favoriten“ eingestampft werden.

1942
Das Museum musste geräumt werden. Ersatz wurde eine leere Klasse in der Laimäckergasse 17. Es wurde viel beschädigt, manch wertvoller Gegenstand verschwand beim Umzug. Klemens Dorn legte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zurück.  Josef Führich wurde sein Nachfolger.

1944
Ab September wurde die Vereinsarbeit stillgelegt.

1945
Von April bis Juni waren in der Laimäckerschule befreite italienische Kriegsgefangene einquartiert. Die Sammlungen wurden beraubt und zerstört.

1947
Der Museumsverein wurde wieder aktiv.

1948
Im Februar fand die Gründungsversammlung statt. Die Restsammlung wurde nun in der Schule in der Quellenstraße 52 untergebracht. Am 8. August verstarb Klemens Dorn. Die Museumsbestände wurden in den Keller des Magistratischen Bezirksamtes übersiedelt.

1952
Mit der Ausstellung „500 Jahre Spinnerin am Kreuz“ trat das Museum wieder an die Öffentlichkeit. Museumsleiter war nun Dr. Hubert Kaut.

1974
Der 100. Geburtstag Favoritens war Anstoß für ein richtiges Bezirksmuseum. Mit einer historischen Ausstellung präsentierte sich das Museum erfolgreich in der fertiggestellten Fußgängerpassage unter dem Keplerplatz.

1975
Werner Schubert übernahm die Leitung des Bezirksmuseums. Ein großer Saal und zwei kleinere Räume im Erdgeschoss des Hauses der Begegnung im Hansson Zentrum wurde endlich das neue „zu Hause“. In den folgenden Jahren wurden die Räume adaptiert und die Objekte übersiedelt.

1979
Am 7. Juni war die Eröffnung durch Herrn Bezirksvorsteher Josef Deutsch. Die Vergangenheit des Bezirkes auf einigen Quadratmetern erlebbar zu machen war schwierig. Das kleine aber feine Museum bekam einen Erweiterungsbau.

1984
Am 7. Juni war es so weit. Auf etwa 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigten nun die fleißigen Mitarbeiter, dass Favoriten „Geschichte“ zu bieten hat. Von 1985 bis heute gibt es immer wieder interessante Veranstaltungen.